Die Welt von Bruno Spengler.

Bruno Spengler ist bei seinen Fans vor allem wegen seiner guten Laune und seinem Charme beliebt. Die Konkurrenz hingegen fürchtet ihn aufgrund seiner fahrerischen Klasse. Denn er gehört zu den routiniertesten Piloten der DTM und zählt auch 2016 wieder zu den heißen Titelkandidaten. Sein Ziel ist klar definiert: mit dem Black Beast siegen.

Wie oft stand Bruno bereits auf der Pole? Was denkt er über das vergangene Rennen? Und wie kam er eigentlich zum Motorsport? Hier erfahren Sie alles rund um das Leben und die Karriere des DTM-Stars.

Seine Statistiken.

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15
Siege
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48
Podiumsplätze
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18
Pole-Positions
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15
Schnellste Runden
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707
Führungsrunden
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6705
Gefahrene Runden
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2349
Führungskilometer
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23276
Gefahrene Kilometer

Sein Blog.

Werden Sie zum Insider und erfahren Sie aus erster Hand, was Bruno Spengler während der DTM-Saison und darüber hinaus erlebt.

DTM-Saisonstart 2016.

Back on the podium.

Na bitte, es geht doch. Nach einem eher enttäuschenden Rennsamstag lief heute endlich wieder alles nach Maß. Ich hatte am Start freie Sicht auf die Strecke, denn ich bin von der Poleposition in den zehnten DTM-Lauf der Saison gegangen. Das Rennen selbst war alles andere als einfach, denn nach einer Safety-Car-Phase und meinem Boxenstopp fiel ich einige Positionen zurück. Doch das war für mich kein Grund, die aufzustecken. Im Gegenteil: Ich habe bis zum Schluss gekämpft, so wie Ihr das von mir kennt. Ich habe versucht, mit dem BMW Bank M4 DTM so nah wie möglich an der Spitze dranzubleiben – mein Black Beast hatte heute mal wieder eine super Pace. Und das hat sich ausgezahlt. In der letzten Runde konnte ich noch nach vorn ziehen und Platz drei übernehmen. Als ich die Ziellinie schließlich überquerte, war mein Adrenalinspiegel hoch wie schon lange nicht mehr. Das war ein Wahnsinnsgefühl. Nach meinem Sieg am Norisring nun die zweite Podiumsplatzierung – so kann es weitergehen. Hoffentlich schon in Zandvoort.

DTM-Saisonstart 2016.

Blick nach vorn.

Der erste Renntag auf dem Moscow Raceway ist Geschichte. Und was war das wieder für eine Action! Auf der Strecke war mal wieder jede Menge los – den Fans wurde einiges geboten. Für mein Black Beast und mich war es hingegen kein so guter Tag. Von Position zehn ging es ins Rennen, und zunächst sah es auch gar nicht übel für mich aus. Bis auf Platz sechs ging es nach vorn. Nach dem Boxenstopp war es aber schwierig, die Konkurrenz auf kalten Reifen hinter mir zu halten. Das hat mich um einige Positionen zurückgeworfen. Anschließend hing ich lange hinter einem anderen Auto fest und wurde geblockt. Das hat mich wertvolle Zeit und letztendlich ein Top-10-Ergebnis gekostet. Alles in allem lief es nicht so wirklich nach Plan. Dennoch bin ich zufrieden mit meinem BMW Bank M4 DTM, ich hatte eine gute Pace und bin zuversichtlich, dass wir morgen mehr herausholen können. Aufgeben kommt definitiv nicht in Frage. Morgen werden wir es der Konkurrenz zeigen.

DTM-Saisonstart 2016.

Halbzeit in der DTM.

Nach einer kurzen Verschnaufpause gehen wir am Wochenende endlich wieder mit der DTM auf die Strecke. Dieses Mal geht es nach Moskau – nicht gerade der kürzeste Weg, aber definitiv lohnenswert. 2016 konnte ich zusammen mit meinen beiden BMW Kollegen Marco Wittmann und Tom Blomqvist auf dem Podium jubeln – ein Ergebnis, das ich gerne wieder so akzeptieren würde. Mit meinem Norisring-Sieg im Gepäck gehe ich auf jeden Fall top-motiviert in das fünfte Saisonwochenende. Und schon wieder ist Halbzeit in der DTM-Saison. Grund genug, nun noch einmal alle Kräfte zu sammeln und voll anzugreifen. Natürlich wird uns die Konkurrenz keine Punkte schenken, doch auch wir werden es ihnen nicht leichtmachen. Mein Black Beast steht in den Startlöchern und ist bereit für jede Menge Renn-Action. Ihr seid es hoffentlich auch, denn eure großartige Unterstützung pusht mich immer noch mal zusätzlich. Also drückt mir die Daumen für Moskau!

DTM-Saisonstart 2016.

Asphalt-König.

Ich bin noch immer sprachlos: Was für ein Mega-Wochenende auf dem Norisring. Das war Racing, wie ich es liebe. Vollgas-Action, 125.000 Zuschauer und ich auf Platz eins. Darauf haben mein Black Beast und ich so lange gewartet. Ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Im ersten Rennen am Samstag hat mein BMW Bank M4 DTM einen Raketenstart erwischt – von Startplatz drei bin ich an die Spitze geschossen. Das Black Beast ist geflogen. Es war unglaublich. Nach 61 Runden durfte ich endlich wieder auf die Motorhaube tauchen und mein Auto umarmen. Wie habe ich das vermisst. Am Sonntag hatte ich leider Pech mit einer Reifenpanne. Schwamm drüber – das Gefühl, für BMW nach 25 Jahren auf dem Norisring wieder einen Sieg geholt zu haben, ist unbeschreiblich. Das werde ich jetzt in vollen Zügen genießen, bevor es nach Moskau geht.

DTM-Saisonstart 2016.

Das Siegen nicht verlernt.

Da ist er! Der erste Saisonsieg ist endlich eingefahren. Und was für ein unbeschreibliches Gefühl das ist, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen und gemeinsam mit meinem Team zu jubeln. Einfach nur genial. Zudem ist es nicht irgendein Sieg, es ist der erste BMW Sieg auf dem Norisring seit 25 Jahren – und mein erster seit 2013. Besser geht es gar nicht. Das Wochenende hatte schon gut begonnen. Im ersten freien Training am Freitag konnte ich die schnellste Zeit rausholen und auch im Qualifying konnte ich ordentlich pushen, sodass am Ende Startplatz drei zu Buche stand. Obwohl die Bedingungen alles andere als optimal waren – kurz vor Rennbeginn zog ein ordentlicher Regenguss über die Strecke – hatte ich einen perfekten Start und konnte mir die Führung sichern. Von da an setzte ich alles daran, diese zu halten, denn eins war mir klar: Diese Chance durfte ich mir keinesfalls entgehen lassen. Auch beim Boxenstopp konnte ich mich voll und ganz auf mein Team verlassen: Die Jungs waren in Rekordzeit fertig. Ein rundum perfekter Tag, der mir gezeigt hat, dass ich das Siegen definitiv noch nicht verlernt habe.

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Seine Vergangenheit.

Bedeutende Siege, spannende Duelle, große Titel. Bruno Spengler hat in seiner bisherigen Motorsportkarriere viel erreicht. Absoluter Höhepunkt: der DTM-Titel 2012. Doch wie tickt Bruno ganz persönlich? Und was denkt er über seine bisherigen Erfolge? Hier erfahren Sie es: Bruno über…

…seine Kindheit:

„Ich bin inmitten der wunderschönen kanadischen Natur aufgewachsen – und damit kein typischer Stadtmensch. Ich hatte das große Glück, dass mein Vater in einem Nationalpark gearbeitet hat und wir deshalb dort wohnen konnten. Dort gab es einfach alles, was sich ein Kind wünschen kann: viel Platz, eine tolle Landschaft und vor allem Tiere.

Ich hatte sogar meinen eigenen Waschbären, den ich Vortex nannte, so wie meinen Motor im Go-Kart. Außerdem haben wir uns, als ich zwölf Jahre alt war, für etwa ein Jahr um zwei kleine Schwarzbären gekümmert. Die Ranger hatten sie im Wald gefunden, nachdem ihre Mutter verschwunden war. Es war großartig, in einer solchen Umgebung aufzuwachsen, und es war für mich der perfekte Ausgleich zum Rennfahren.“

…seine Schulzeit:

„Die Schule hatte für meine Eltern immer oberste Priorität – erst dann kam der Motorsport. Ich durfte fahren, wenn meine Noten gut waren. Und das hat mich motiviert. Ich wollte gute Leistungen in der Schule bringen, damit ich anschließend auf die Rennstrecke konnte.“

…seinen Werdegang:

„Mit etwa 15 Jahren war es dann für mich soweit, den Sprung nach Europa zu wagen. Das war die logische Konsequenz für mich, weil es dort mehr Möglichkeiten gab, Rennen zu fahren. Die Saison ist in Europa länger als in Kanada, wo der Winter von Anfang November bis Mitte April geht, und das fahrerische Niveau ist sehr hoch.

Mein Vater hat mich auf fast all meinen Reisen begleitet. Mit 17 habe ich an so vielen Rennen in Europa teilgenommen, dass ich entschied, meine Heimat in Kanada zu verlassen. Die Reisen waren einfach zu anstrengend und zeitraubend. Und gerade das Elsass, wo ich dann auch hinzog, war mir bereits gut bekannt. Von dort stammt meine Mutter, und ich bin auch dort geboren.“

…seine Eltern:

„Obwohl der Motorsport nicht unbedingt die Lieblingssportart meiner Eltern war, haben sie mich immer bei meinen Träumen und Plänen unterstützt. Meine Mutter hat versucht, mir jede nur erdenkliche Sportart zu ermöglichen, damit ich die richtige finden konnte. So habe ich mich erst einmal durchprobiert: Tennis, Fußball, Rugby, Golf… Aber letztendlich war es immer der Motorsport, für den mein Herz geschlagen hat.

Meine Eltern haben irgendwann gemerkt, dass es genau das ist, was mir gefällt und was ich machen möchte. Seitdem haben sie mich immer bei allem unterstützt. Das ging schon zu Kartzeiten los. Die nächste Rennstrecke war 140 Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Trotz der großen Entfernung haben sie mich immer dorthin gefahren, damit ich meinen Traum leben konnte.“

…seine Anfänge im Motorsport:

„Obwohl ich so nah an der Natur war, haben mich schnelle und laute Autos schon immer fasziniert. Bereits mit fünf Jahren habe ich meinem Vater von der Rückbank im Auto immer zugerufen ‚Fahr schneller’ und ‚Überhol ihn, Papa’. Als ich dann neun war, meinte er, dass ich es einfach mal mit dem Kartfahren probieren sollte. Und es hat mir auf Anhieb gefallen – meinem Vater natürlich weniger.“

…seinen ersten großen Sieg:

„Im Kart habe ich einige Rennen gewonnen, ich war sogar französischer Meister. Aber für mich persönlich war mein erster Formel-Renault-Sieg 2001 in Magny-Cours etwas ganz Besonderes. Ich kann mich noch genau daran erinnern. Es war mein erstes Jahr in der Formel Renault, und am Tag zuvor war das Qualifying eine absolute Katastrophe. Es hatte so stark geregnet, dass es zu Aquaplaning kam und ich direkt in die Mauer krachte. Am nächsten Tag bin ich dann als 30. ins Rennen gegangen. Die Strecke war noch halb nass. Der Teamchef fragte mich damals, mit welchen Reifen ich starten will und ich antwortete sofort „mit Slicks“.

Die meisten der anderen Fahrer starteten auf Regenreifen, aber ich war mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Natürlich waren die ersten Runden katastrophal, ich bin nur herumgerutscht. Aber danach wurde es immer besser, und ich schob mich immer weiter in diesem riesigen Teilnehmerfeld nach vorn, bis ich schließlich Erster war und das Rennen dann auch gewann. Das war unglaublich für mich. Ich war ein absoluter Neuling im Formel-Sport, und die Umstellung war nicht gerade einfach. Deshalb hat mir dieser Sieg so unheimlich viel bedeutet.“

…die DTM:

„Die DTM ist für mich eine absolute Spitzenserie. Meiner Meinung nach gibt es weltweit nur zwei bis drei Serien, die zur absoluten Spitze gehören. Dazu gehören ganz klar die Formel 1, die NASCAR und eben die DTM. Allein ein solches Auto wie den BMW M4 DTM zu fahren, ist einfach sensationell und macht unheimlich viel Spaß. Es ist ein echtes Leichtgewicht, und beim Fahren fühlt es sich fast wie ein Formelwagen an. Jedes Jahr, wenn ich mich beim ersten Test wieder hinter das Steuer setze, bekomme ich Gänsehaut und bin von neuem von diesem Auto fasziniert.

Was die Serie für mich auch so besonders macht, ist, dass die besten Automobilhersteller dabei sind. Jedes Team und jeder Fahrer geht ans Limit und gibt alles. Das merken auch die Zuschauer. Sie können sich mit der Serie identifizieren, weil der BMW M4 DTM dem Serienfahrzeug so ähnlich sieht. Sie sind immer voll dabei, die Atmosphäre bei den Rennen ist großartig. Das erlebt man sonst selten.“

…seinen DTM-Titel 2012:

„Nachdem ich den Titel zweimal knapp verpasst hatte, war es ein unglaublicher Triumph für mich, als ich den Fahrertitel 2012 gewann. Für einen Fahrer ist es das oberste Ziel zu gewinnen. Dafür trainiert man das ganze Jahr über sehr hart und kämpft bis zum Schluss. Natürlich hat mich das unheimlich motiviert, aber es war nicht unbedingt der Titel, der mir klar gemacht hat, dass ich sehr gut bin. Wenn du so oft so nah dran bist, einen wichtigen Titel zu gewinnen, musst du einfach zu den Besten gehören. Deshalb habe ich auch vorher nicht an mir gezweifelt und habe nie den Zwang verspürt, den Titel holen zu müssen, um es allen anderen zu beweisen.

Meine Leistungen waren konstant gut und mir war klar, dass es irgendwann einfach klappen muss. Und so war es dann tatsächlich auch. Mit BMW den Titel zu holen, war letztendlich das Besondere für mich. Es war unsere erste gemeinsame Saison, BMW war gerade erst in die DTM zurückgekehrt und wir hatten große Herausforderungen zu bewältigen. Ein neuer Hersteller, ein neues Team und vor allem ein neues Auto – das war auch eine große Aufgabe für mich persönlich. Es hat mich unheimlich stolz gemacht, dass BMW dieses große Vertrauen in mich gesetzt hat. Wir haben alle hervorragende Arbeit geleistet und obwohl es niemand von uns erwartet hatte, haben wir es geschafft.“

…seinen entscheidenden Sieg 2012:

„Das letzte Saisonrennen 2012 war Emotion pur. Es ging einfach um alles, Gary Paffett und ich lagen so dicht beieinander. Wir wussten, dass wir gewinnen müssen, wenn er auf Rang zwei bleibt. Das war natürlich ein wahnsinniger Druck – nicht nur für mich, sondern für das ganze Team. Wir durften uns keinerlei Fehler erlauben. Und er blieb tatsächlich die ganze Zeit dicht hinter mir. Aber am Ende haben wir die Nerven behalten und konnten jubeln. Das war ein unglaublicher Moment, den ich niemals vergessen werde.“

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Sein Auto.

Es ist eines der auffälligsten Fahrzeuge im Feld: der BMW Bank M4 DTM. Sein mattschwarzes Design macht ihn unverwechselbar. Aufgrund der markanten Farbe haben die Fans das Fahrzeug „Black Beast“ getauft. Mit seinen ca. 480 PS beschleunigt der Rennwagen innerhalb von drei Sekunden von 0 auf 100 km/h.

So lässt er manchen Konkurrenten staunend hinter sich zurück. 2016 starten Bruno und das „Black Beast“ bereits in ihre fünfte gemeinsame Saison. Und auch dieses Mal haben sie ein klar definiertes Ziel vor Augen: zu siegen.

Sein Sound.

» Für mich gehört Musik untrennbar zum Leben. Jeder Sieg fühlt sich mit dem richtigen Lied noch emotionaler an. Nach einer Niederlage baut mich ein cooler Song wieder auf. Musik macht das Leben einfach bunter. «

– Bruno Spengler, 2016