Die Welt von Bruno Spengler.

Bruno Spengler ist bei seinen Fans vor allem wegen seiner guten Laune und seinem Charme beliebt. Die Konkurrenz hingegen fürchtet ihn aufgrund seiner fahrerischen Klasse. Denn er gehört zu den routiniertesten Piloten der DTM und zählt auch 2016 wieder zu den heißen Titelkandidaten. Sein Ziel ist klar definiert: mit dem Black Beast siegen.

Wie oft stand Bruno bereits auf der Pole? Was denkt er über das vergangene Rennen? Und wie kam er eigentlich zum Motorsport? Hier erfahren Sie alles rund um das Leben und die Karriere des DTM-Stars.

Seine Statistiken.

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14
Siege
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44
Podiumsplätze
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17
Pole-Positions
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14
Schnellste Runden
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516
Führungsrunden
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6232
Gefahrene Runden
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1867
Führungskilometer
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21813
Gefahrene Kilometer

Sein Blog.

Werden Sie zum Insider und erfahren Sie aus erster Hand, was Bruno Spengler während der DTM-Saison und darüber hinaus erlebt.

DTM-Saisonstart 2016.

Spaß hoch drei.

Die DTM-Saison hat noch nicht einmal begonnen, schon jagt ein Highlight das nächste. Frisch vom 24-Stunden-Rennen aus Daytona zurück, stand für mich bereits die nächsten Herausforderung auf dem Programm: die BMW Bank Winter Challenge. Ich habe mich riesig darauf gefreut, gegen meine Kontrahenten Fritz Fischer und Georg Hackl anzutreten – denn schon im vergangenen Jahr hatten wir unheimlich viel Spaß. Ich habe mich auch dieses Mal sehr auf die Wettkampftage gefreut. Zumal ich meine Niederlage vom vergangenen Jahr unbedingt wettmachen wollte. Erneut traten wir gemeinsam mit unseren Teams in drei Disziplinen gegeneinander an: Biathlon, Rodeln und Driften. Als großer Wintersport-Fan kam ich dabei voll auf meine Kosten. Und auch die Driving-Challenge brachte jede Menge Action. Ob Donuts drehen oder Fahren auf der Schleuderplatte – der Spaß war garantiert. Am Ende hat es zwar nicht zum erhofften Team-Sieg gereicht, doch zwei aufregende Tage mit drei tollen Teams sind definitiv Belohnung genug. Und die nächste Chance zum Siegen kommt mit Sicherheit.

DTM-Saisonstart 2016.

Herausforderung 24 Stunden.

Was für ein aufregendes Wochenende! 24 Stunden Adrenalin, 24 Stunden Gas geben, 24 Stunden Daytona eben. Am Ende hieß es Platz acht für uns. Nicht das erhoffte Ergebnis, aber ein großartiger Kampf vom ganzen Team, denn wir hatten mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Belastung für Auto und Fahrer ist während eines Langstreckenrennens enorm. Hinzu kamen heftiger Regen, technische Herausforderungen und natürlich eine starke Konkurrenz. Doch wir haben bis zum Schluss alles gegeben und unser BMW M6 GTLM Art Car erfolgreich ins Ziel gebracht. Ein großes Kompliment geht an unser fantastisches Team. Ihr habt einen tollen Job gemacht und dafür gesorgt, dass Bill, Alex, Augusto und ich unser Rennen zu Ende fahren konnten. Es war eine große Ehre für mich, Teil des BMW Art Car Projekts gewesen zu sein. Ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Einsatz im BMW M6 GTLM. Doch jetzt ist erst mal ein wenig Erholung angesagt, Energie tanken und die Akkus wieder aufladen. Denn eins ist sicher: Das nächste Rennen kommt, und dann will ich wieder voll angreifen und um den Sieg kämpfen. Wir sehen uns an der Rennstrecke!

DTM-Saisonstart 2016.

Es geht wieder los.

Nur noch wenige Tage, dann ist es endlich wieder so weit: Die neue Motorsport-Saison startet und zwar mit einem absoluten Highlight – den 24 Stunden von Daytona. Nachdem ich in den vergangenen Jahren schon das Glück hatte, an diesem Langstreckenklassiker teilzunehmen, darf ich auch dieses Mal gemeinsam mit meinem DTM-Kollegen Augusto Farfus, Bill Auberlen und Alex Sims den Rennmarathon bestreiten. Anders als bei einem DTM-Rennen liegt die Herausforderung hier darin, über mehrere Stunden konzentriert zu bleiben. Zwar wechseln wir uns regelmäßig im Cockpit ab, doch die Pausen dazwischen sind relativ kurz und sobald man wieder im Auto sitzt, muss man voll da sein und darf sich keinen Patzer erlauben. Denn jeder noch so kleine Fehler kann das Aus bedeuten. Entsprechend wichtig ist auch die Teamleistung. Wir müssen uns hundertprozentig aufeinander verlassen können, damit wir unseren BMW M6 GTLM nach 24 Stunden erfolgreich über die Ziellinie bringen. Zum Glück kann ich mir sicher sein, Teil eines großartigen Teams zu sein. Ich bin gespannt, wo wir am Sonntag letztendlich landen werden und kann es schon jetzt kaum noch erwarten, bis es endlich losgeht.

DTM-Saisonstart 2016.

Neues Jahr, neues Glück.

2016 ist Geschichte, und ich hoffe, ihr hattet alle einen tollen Jahreswechsel. Wenn ein Jahr zu Ende geht, denke ich gerne darüber nach, was ich alles in den vergangenen 365 Tagen erlebt habe. Wenn ich einen Blick zurück auf das vergangene Jahr werfe, kann ich definitiv sagen: Es war ein aufregendes und spannendes Jahr. Neben einer packenden, wenn auch schwierigen DTM-Saison konnte ich viele weitere Racing-Erfahrungen sammeln. Ob in den USA oder Australien – es waren absolute Highlights, im BMW M6 GTLM und BMW M6 GT3 auf den großartigsten Rennstrecken dieser Welt zu fahren. Auch auf der Nürburgring-Nordschleife konnte ich 2016 erste Testkilometer sammeln. Entsprechend aufgeregt bin ich, wenn ich an das neue Motorsport-Jahr denke. Ich freue mich riesig auf die bevorstehenden Herausforderungen – ob in der DTM, bei den 24 Stunden von Daytona oder in anderen Serien weltweit. Und vor allem freue ich mich darauf, meine tollen Fans wiederzusehen. Mit eurer Unterstützung wird es mit Sicherheit ein tolles Jahr 2017.

DTM-Saisonstart 2016.

Zurück auf der Rennstrecke.

Die Räder drehen sich wieder. Knapp sechs Wochen nach dem DTM-Finale in Hockenheim hatte ich in dieser Woche endlich wieder die Gelegenheit, hinter dem Steuer meines Dienstwagens zu sitzen. In Jerez de la Frontera drehten mein DTM-Kollege Augusto Farfus und ich die ersten Runden im neuen BMW M4 DTM, mit dem wir in der kommenden Saison in der DTM an den Start gehen werden. Ein Wahnsinnsgefühl war das. Ich kann es schon jetzt kaum noch erwarten, wieder Rennen zu fahren, denn mit so einem Auto macht es einfach nur Spaß. Besonders toll war auch, einige der jungen BMW Fahrer in Jerez zu treffen, die hier den Young Driver Test absolvierten. Es ist wirklich beeindruckend, was unsere Junioren Ricky Collard und Joel Eriksson schon jetzt drauf haben. Ich bin gespannt, was die Zukunft für die beiden bereithält. Bevor für mich im Januar die neue Motorsport-Saison mit einem echten Highlight – den 24 Stunden von Daytona – beginnt, genieße ich nun aber erst einmal gemeinsam mit Familie und Freunden die Vorweihnachtszeit. Ich freue mich darauf, euch alle im neuen Jahr wiederzusehen. Bis bald, euer Bruno.

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Seine Vergangenheit.

Bedeutende Siege, spannende Duelle, große Titel. Bruno Spengler hat in seiner bisherigen Motorsportkarriere viel erreicht. Absoluter Höhepunkt: der DTM-Titel 2012. Doch wie tickt Bruno ganz persönlich? Und was denkt er über seine bisherigen Erfolge? Hier erfahren Sie es: Bruno über…

…seine Kindheit:

„Ich bin inmitten der wunderschönen kanadischen Natur aufgewachsen – und damit kein typischer Stadtmensch. Ich hatte das große Glück, dass mein Vater in einem Nationalpark gearbeitet hat und wir deshalb dort wohnen konnten. Dort gab es einfach alles, was sich ein Kind wünschen kann: viel Platz, eine tolle Landschaft und vor allem Tiere.

Ich hatte sogar meinen eigenen Waschbären, den ich Vortex nannte, so wie meinen Motor im Go-Kart. Außerdem haben wir uns, als ich zwölf Jahre alt war, für etwa ein Jahr um zwei kleine Schwarzbären gekümmert. Die Ranger hatten sie im Wald gefunden, nachdem ihre Mutter verschwunden war. Es war großartig, in einer solchen Umgebung aufzuwachsen, und es war für mich der perfekte Ausgleich zum Rennfahren.“

…seine Schulzeit:

„Die Schule hatte für meine Eltern immer oberste Priorität – erst dann kam der Motorsport. Ich durfte fahren, wenn meine Noten gut waren. Und das hat mich motiviert. Ich wollte gute Leistungen in der Schule bringen, damit ich anschließend auf die Rennstrecke konnte.“

…seinen Werdegang:

„Mit etwa 15 Jahren war es dann für mich soweit, den Sprung nach Europa zu wagen. Das war die logische Konsequenz für mich, weil es dort mehr Möglichkeiten gab, Rennen zu fahren. Die Saison ist in Europa länger als in Kanada, wo der Winter von Anfang November bis Mitte April geht, und das fahrerische Niveau ist sehr hoch.

Mein Vater hat mich auf fast all meinen Reisen begleitet. Mit 17 habe ich an so vielen Rennen in Europa teilgenommen, dass ich entschied, meine Heimat in Kanada zu verlassen. Die Reisen waren einfach zu anstrengend und zeitraubend. Und gerade das Elsass, wo ich dann auch hinzog, war mir bereits gut bekannt. Von dort stammt meine Mutter, und ich bin auch dort geboren.“

…seine Eltern:

„Obwohl der Motorsport nicht unbedingt die Lieblingssportart meiner Eltern war, haben sie mich immer bei meinen Träumen und Plänen unterstützt. Meine Mutter hat versucht, mir jede nur erdenkliche Sportart zu ermöglichen, damit ich die richtige finden konnte. So habe ich mich erst einmal durchprobiert: Tennis, Fußball, Rugby, Golf… Aber letztendlich war es immer der Motorsport, für den mein Herz geschlagen hat.

Meine Eltern haben irgendwann gemerkt, dass es genau das ist, was mir gefällt und was ich machen möchte. Seitdem haben sie mich immer bei allem unterstützt. Das ging schon zu Kartzeiten los. Die nächste Rennstrecke war 140 Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Trotz der großen Entfernung haben sie mich immer dorthin gefahren, damit ich meinen Traum leben konnte.“

…seine Anfänge im Motorsport:

„Obwohl ich so nah an der Natur war, haben mich schnelle und laute Autos schon immer fasziniert. Bereits mit fünf Jahren habe ich meinem Vater von der Rückbank im Auto immer zugerufen ‚Fahr schneller’ und ‚Überhol ihn, Papa’. Als ich dann neun war, meinte er, dass ich es einfach mal mit dem Kartfahren probieren sollte. Und es hat mir auf Anhieb gefallen – meinem Vater natürlich weniger.“

…seinen ersten großen Sieg:

„Im Kart habe ich einige Rennen gewonnen, ich war sogar französischer Meister. Aber für mich persönlich war mein erster Formel-Renault-Sieg 2001 in Magny-Cours etwas ganz Besonderes. Ich kann mich noch genau daran erinnern. Es war mein erstes Jahr in der Formel Renault, und am Tag zuvor war das Qualifying eine absolute Katastrophe. Es hatte so stark geregnet, dass es zu Aquaplaning kam und ich direkt in die Mauer krachte. Am nächsten Tag bin ich dann als 30. ins Rennen gegangen. Die Strecke war noch halb nass. Der Teamchef fragte mich damals, mit welchen Reifen ich starten will und ich antwortete sofort „mit Slicks“.

Die meisten der anderen Fahrer starteten auf Regenreifen, aber ich war mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Natürlich waren die ersten Runden katastrophal, ich bin nur herumgerutscht. Aber danach wurde es immer besser, und ich schob mich immer weiter in diesem riesigen Teilnehmerfeld nach vorn, bis ich schließlich Erster war und das Rennen dann auch gewann. Das war unglaublich für mich. Ich war ein absoluter Neuling im Formel-Sport, und die Umstellung war nicht gerade einfach. Deshalb hat mir dieser Sieg so unheimlich viel bedeutet.“

…die DTM:

„Die DTM ist für mich eine absolute Spitzenserie. Meiner Meinung nach gibt es weltweit nur zwei bis drei Serien, die zur absoluten Spitze gehören. Dazu gehören ganz klar die Formel 1, die NASCAR und eben die DTM. Allein ein solches Auto wie den BMW M4 DTM zu fahren, ist einfach sensationell und macht unheimlich viel Spaß. Es ist ein echtes Leichtgewicht, und beim Fahren fühlt es sich fast wie ein Formelwagen an. Jedes Jahr, wenn ich mich beim ersten Test wieder hinter das Steuer setze, bekomme ich Gänsehaut und bin von neuem von diesem Auto fasziniert.

Was die Serie für mich auch so besonders macht, ist, dass die besten Automobilhersteller dabei sind. Jedes Team und jeder Fahrer geht ans Limit und gibt alles. Das merken auch die Zuschauer. Sie können sich mit der Serie identifizieren, weil der BMW M4 DTM dem Serienfahrzeug so ähnlich sieht. Sie sind immer voll dabei, die Atmosphäre bei den Rennen ist großartig. Das erlebt man sonst selten.“

…seinen DTM-Titel 2012:

„Nachdem ich den Titel zweimal knapp verpasst hatte, war es ein unglaublicher Triumph für mich, als ich den Fahrertitel 2012 gewann. Für einen Fahrer ist es das oberste Ziel zu gewinnen. Dafür trainiert man das ganze Jahr über sehr hart und kämpft bis zum Schluss. Natürlich hat mich das unheimlich motiviert, aber es war nicht unbedingt der Titel, der mir klar gemacht hat, dass ich sehr gut bin. Wenn du so oft so nah dran bist, einen wichtigen Titel zu gewinnen, musst du einfach zu den Besten gehören. Deshalb habe ich auch vorher nicht an mir gezweifelt und habe nie den Zwang verspürt, den Titel holen zu müssen, um es allen anderen zu beweisen.

Meine Leistungen waren konstant gut und mir war klar, dass es irgendwann einfach klappen muss. Und so war es dann tatsächlich auch. Mit BMW den Titel zu holen, war letztendlich das Besondere für mich. Es war unsere erste gemeinsame Saison, BMW war gerade erst in die DTM zurückgekehrt und wir hatten große Herausforderungen zu bewältigen. Ein neuer Hersteller, ein neues Team und vor allem ein neues Auto – das war auch eine große Aufgabe für mich persönlich. Es hat mich unheimlich stolz gemacht, dass BMW dieses große Vertrauen in mich gesetzt hat. Wir haben alle hervorragende Arbeit geleistet und obwohl es niemand von uns erwartet hatte, haben wir es geschafft.“

…seinen entscheidenden Sieg 2012:

„Das letzte Saisonrennen 2012 war Emotion pur. Es ging einfach um alles, Gary Paffett und ich lagen so dicht beieinander. Wir wussten, dass wir gewinnen müssen, wenn er auf Rang zwei bleibt. Das war natürlich ein wahnsinniger Druck – nicht nur für mich, sondern für das ganze Team. Wir durften uns keinerlei Fehler erlauben. Und er blieb tatsächlich die ganze Zeit dicht hinter mir. Aber am Ende haben wir die Nerven behalten und konnten jubeln. Das war ein unglaublicher Moment, den ich niemals vergessen werde.“

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Sein Auto.

Es ist eines der auffälligsten Fahrzeuge im Feld: der BMW Bank M4 DTM. Sein mattschwarzes Design macht ihn unverwechselbar. Aufgrund der markanten Farbe haben die Fans das Fahrzeug „Black Beast“ getauft. Mit seinen ca. 480 PS beschleunigt der Rennwagen innerhalb von drei Sekunden von 0 auf 100 km/h.

So lässt er manchen Konkurrenten staunend hinter sich zurück. 2016 starten Bruno und das „Black Beast“ bereits in ihre fünfte gemeinsame Saison. Und auch dieses Mal haben sie ein klar definiertes Ziel vor Augen: zu siegen.

Sein Sound.

» Für mich gehört Musik untrennbar zum Leben. Jeder Sieg fühlt sich mit dem richtigen Lied noch emotionaler an. Nach einer Niederlage baut mich ein cooler Song wieder auf. Musik macht das Leben einfach bunter. «

– Bruno Spengler, 2016