Die Welt von Bruno Spengler.

Bruno Spengler ist bei seinen Fans vor allem wegen seiner guten Laune und seinem Charme beliebt. Die Konkurrenz hingegen fürchtet ihn aufgrund seiner fahrerischen Klasse. Denn er gehört zu den routiniertesten Piloten der DTM und zählt auch 2016 wieder zu den heißen Titelkandidaten. Sein Ziel ist klar definiert: mit dem Black Beast siegen.

Wie oft stand Bruno bereits auf der Pole? Was denkt er über das vergangene Rennen? Und wie kam er eigentlich zum Motorsport? Hier erfahren Sie alles rund um das Leben und die Karriere des DTM-Stars.

Seine Statistiken.

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15
Siege
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48
Podiumsplätze
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18
Pole-Positions
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15
Schnellste Runden
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719
Führungsrunden
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7003
Gefahrene Runden
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2394
Führungskilometer
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24530
Gefahrene Kilometer

Sein Blog.

Werden Sie zum Insider und erfahren Sie aus erster Hand, was Bruno Spengler während der DTM-Saison und darüber hinaus erlebt.

DTM-Saisonstart 2016.

Motivation für 2018.

Und wieder ist eine DTM-Saison Geschichte. Leider muss ich sagen, denn obwohl die vergangenen Monate sehr intensiv waren und voller Arbeit steckten, gibt es für mich nichts Schöneres, als hinter dem Steuer meines Black Beast zu sitzen. Trotz allem ist es auch wichtig, eine kleine Pause zu haben, um wieder neue Kraft zu tanken. Denn ich will 2018 wieder voll angreifen. Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Das absolute Highlight war mein Sieg auf dem Norisring – der erste für BMW seit 25 Jahren. Dort habe ich wieder gemerkt, dass ich immer ganz oben stehen möchte. Mein letzter Titelgewinn ist einfach viel zu lange her. Ich weiß aber, wie René Rast sich jetzt fühlt. Er hat es gleich in seinem ersten DTM-Jahr zum Titel geschafft. Starke Leistung! Aber ich habe die besten Fans – nämlich Euch. An dieser Stelle deshalb noch mal ein riesiges Dankeschön. Ihr steht immer zu mir und unterstützt mich, egal ob es gut oder auch mal schlecht läuft. Im nächsten Jahr möchte ich euch und mir wieder viele Gelegenheiten zum Jubeln geben. Bis dann! Euer Bruno

DTM-Saisonstart 2016.

Taxi-Fahrer und ein Punkt.

Fangen wir mit einem Highlight an: Heute ist BMW M Markenbotschafterin und Top-Model Lena Gercke bei mir im Renn-Taxi auf dem Hockenheimring mitgefahren. Ich glaube, die Fahrt im Black Beast hat ihr so richtig Spaß gemacht. Lena mag Speed und Action. Und davon haben wir ja in der DTM genug. Im Rennen war ich dann wieder allein unterwegs. Schade eigentlich, aber so konnte ich mich voll auf die harten Kämpfe auf der Strecke konzentrieren, die es auch heute wieder gab. Von Platz zwölf gestartet, wollte ich unbedingt in die Punkte. Zum Glück ging unsere Strategie, möglichst lange mit dem Boxenstopp zu warten, um dann mit frischen Reifen noch einmal angreifen zu können, auf. So konnte ich noch einmal attackieren und mir den zehnten Platz holen. Natürlich wäre ich gerne noch weiter vorn gelandet, aber mehr war heute nicht drin. Insgesamt gar nicht so übel. Jetzt hoffe ich natürlich, dass es im letzten Rennen noch ein Stück weiter für mich nach oben geht. Denn jeder Fahrer will die Saison natürlich mit einem Top-Ergebnis beenden.

DTM-Saisonstart 2016.

Hockenheim – die Zweite.

Wie die Zeit vergeht! Schon wieder liegen acht DTM-Wochenenden und damit 16 Rennen hinter uns. Das bedeutet: Wir kehren nach Hockenheim zurück – dort wo alles begann. Nur, dass dieses Mal Saisonfinale ist. Seit meinem DTM-Titelgewinn 2012 weckt dieser Ort bei mir immer sehr schöne Erinnerungen und viele Emotionen. Vor allem die spezielle Atmosphäre ist immer etwas ganz Besonderes. Die Fans sorgen jedes Mal aufs Neue für eine super Stimmung. Natürlich macht mich das letzte Rennwochenende auch immer etwas wehmütig, weil die Saison schon wieder so schnell vergangen und die nachfolgende Winterpause immer recht lang ist. Gleichzeitig bietet sich damit auch genügend Zeit, um wieder Kraft und Energie für das kommende Jahr zu sammeln. Doch jetzt freue ich mich erst mal auf die letzten beiden Rennen. Nachdem wir in dieser Saison schon einige Höhen und Tiefen erlebt haben, wollen mein Team und ich nun noch einmal alles geben, um das Jahr mit zwei Top-Ergebnisse abzuschließen. Also drückt mir noch einmal ganz fest die Daumen.

DTM-Saisonstart 2016.

Bulle beißt Beast.

Auch heute hat der Bulle dem Beast die Hörner gezeigt. Mein BMW Bank M4 DTM und ich hatten kein leichtes Spiel in Spielberg. Die zweite Runde im Ringkampf ging an den Red Bull Ring. Zwar lief es im Qualifying besser für mich. Ich konnte mich im Vergleich zu gestern auf Startplatz zehn verbessern – und hatte einen Punkterfolg im Visier. Ich bin mit der gleichen Taktik in das Rennen gegangen wie am Samstag: lange draußen bleiben und mit frischen Reifen gegen Ende noch mal angreifen. Doch dann wurde es turbulent: Safety Car und Durchfahrtsstrafe. Danach war mein Rennen vorbei. That’s racing. Jetzt geht es an den Hockenheimring. Finale, oh-oh. Noch zwei Rennen, dann gibt es wieder das große Feuerwerk. Ich bin heiß!

DTM-Saisonstart 2016.

Malerische Aussichten.

Verschneite Landschaften – das liebe ich so an meiner kanadischen Heimat. Und was sehe ich in Spielberg beim Blick aus meinem Hotel? Genau: verschneite Berge. Es ist Ende September und die Gipfel in der Steiermark sind weiß gezuckert :-) MEGA. So war es am Rennsamstag in der Früh ganz schön nebelig am Red Bull Ring. Und klar: drei Grad. Brrrr. Das Training musste wegen der schlechten Sicht verschoben werden. Dafür schaute pünktlich zum Qualifying die Sonne durch die Wolken: Aber mein Black Beast wurde mit der Strecke nicht ganz warm. Von Platz 13 wollte ich eine Aufholjagd starten. Ich bin mit meinem BMW Bank M4 DTM spät in die Box zum Reifenwechsel gekommen – und konnte sogar einige Führungsrunden sammeln. Herrlich dieser freie Blick aus dem Cockpit auf die Berge. Das entschädigt zumindest ein bisschen für den zwölften Platz nach Ende des Rennens. Ich freue mich auf morgen. Vielleicht wird mein Black Beast ja zur Schneekanone und fliegt aufs Treppchen. Wer weiß …

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Seine Vergangenheit.

Bedeutende Siege, spannende Duelle, große Titel. Bruno Spengler hat in seiner bisherigen Motorsportkarriere viel erreicht. Absoluter Höhepunkt: der DTM-Titel 2012. Doch wie tickt Bruno ganz persönlich? Und was denkt er über seine bisherigen Erfolge? Hier erfahren Sie es: Bruno über…

…seine Kindheit:

„Ich bin inmitten der wunderschönen kanadischen Natur aufgewachsen – und damit kein typischer Stadtmensch. Ich hatte das große Glück, dass mein Vater in einem Nationalpark gearbeitet hat und wir deshalb dort wohnen konnten. Dort gab es einfach alles, was sich ein Kind wünschen kann: viel Platz, eine tolle Landschaft und vor allem Tiere.

Ich hatte sogar meinen eigenen Waschbären, den ich Vortex nannte, so wie meinen Motor im Go-Kart. Außerdem haben wir uns, als ich zwölf Jahre alt war, für etwa ein Jahr um zwei kleine Schwarzbären gekümmert. Die Ranger hatten sie im Wald gefunden, nachdem ihre Mutter verschwunden war. Es war großartig, in einer solchen Umgebung aufzuwachsen, und es war für mich der perfekte Ausgleich zum Rennfahren.“

…seine Schulzeit:

„Die Schule hatte für meine Eltern immer oberste Priorität – erst dann kam der Motorsport. Ich durfte fahren, wenn meine Noten gut waren. Und das hat mich motiviert. Ich wollte gute Leistungen in der Schule bringen, damit ich anschließend auf die Rennstrecke konnte.“

…seinen Werdegang:

„Mit etwa 15 Jahren war es dann für mich soweit, den Sprung nach Europa zu wagen. Das war die logische Konsequenz für mich, weil es dort mehr Möglichkeiten gab, Rennen zu fahren. Die Saison ist in Europa länger als in Kanada, wo der Winter von Anfang November bis Mitte April geht, und das fahrerische Niveau ist sehr hoch.

Mein Vater hat mich auf fast all meinen Reisen begleitet. Mit 17 habe ich an so vielen Rennen in Europa teilgenommen, dass ich entschied, meine Heimat in Kanada zu verlassen. Die Reisen waren einfach zu anstrengend und zeitraubend. Und gerade das Elsass, wo ich dann auch hinzog, war mir bereits gut bekannt. Von dort stammt meine Mutter, und ich bin auch dort geboren.“

…seine Eltern:

„Obwohl der Motorsport nicht unbedingt die Lieblingssportart meiner Eltern war, haben sie mich immer bei meinen Träumen und Plänen unterstützt. Meine Mutter hat versucht, mir jede nur erdenkliche Sportart zu ermöglichen, damit ich die richtige finden konnte. So habe ich mich erst einmal durchprobiert: Tennis, Fußball, Rugby, Golf… Aber letztendlich war es immer der Motorsport, für den mein Herz geschlagen hat.

Meine Eltern haben irgendwann gemerkt, dass es genau das ist, was mir gefällt und was ich machen möchte. Seitdem haben sie mich immer bei allem unterstützt. Das ging schon zu Kartzeiten los. Die nächste Rennstrecke war 140 Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Trotz der großen Entfernung haben sie mich immer dorthin gefahren, damit ich meinen Traum leben konnte.“

…seine Anfänge im Motorsport:

„Obwohl ich so nah an der Natur war, haben mich schnelle und laute Autos schon immer fasziniert. Bereits mit fünf Jahren habe ich meinem Vater von der Rückbank im Auto immer zugerufen ‚Fahr schneller’ und ‚Überhol ihn, Papa’. Als ich dann neun war, meinte er, dass ich es einfach mal mit dem Kartfahren probieren sollte. Und es hat mir auf Anhieb gefallen – meinem Vater natürlich weniger.“

…seinen ersten großen Sieg:

„Im Kart habe ich einige Rennen gewonnen, ich war sogar französischer Meister. Aber für mich persönlich war mein erster Formel-Renault-Sieg 2001 in Magny-Cours etwas ganz Besonderes. Ich kann mich noch genau daran erinnern. Es war mein erstes Jahr in der Formel Renault, und am Tag zuvor war das Qualifying eine absolute Katastrophe. Es hatte so stark geregnet, dass es zu Aquaplaning kam und ich direkt in die Mauer krachte. Am nächsten Tag bin ich dann als 30. ins Rennen gegangen. Die Strecke war noch halb nass. Der Teamchef fragte mich damals, mit welchen Reifen ich starten will und ich antwortete sofort „mit Slicks“.

Die meisten der anderen Fahrer starteten auf Regenreifen, aber ich war mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Natürlich waren die ersten Runden katastrophal, ich bin nur herumgerutscht. Aber danach wurde es immer besser, und ich schob mich immer weiter in diesem riesigen Teilnehmerfeld nach vorn, bis ich schließlich Erster war und das Rennen dann auch gewann. Das war unglaublich für mich. Ich war ein absoluter Neuling im Formel-Sport, und die Umstellung war nicht gerade einfach. Deshalb hat mir dieser Sieg so unheimlich viel bedeutet.“

…die DTM:

„Die DTM ist für mich eine absolute Spitzenserie. Meiner Meinung nach gibt es weltweit nur zwei bis drei Serien, die zur absoluten Spitze gehören. Dazu gehören ganz klar die Formel 1, die NASCAR und eben die DTM. Allein ein solches Auto wie den BMW M4 DTM zu fahren, ist einfach sensationell und macht unheimlich viel Spaß. Es ist ein echtes Leichtgewicht, und beim Fahren fühlt es sich fast wie ein Formelwagen an. Jedes Jahr, wenn ich mich beim ersten Test wieder hinter das Steuer setze, bekomme ich Gänsehaut und bin von neuem von diesem Auto fasziniert.

Was die Serie für mich auch so besonders macht, ist, dass die besten Automobilhersteller dabei sind. Jedes Team und jeder Fahrer geht ans Limit und gibt alles. Das merken auch die Zuschauer. Sie können sich mit der Serie identifizieren, weil der BMW M4 DTM dem Serienfahrzeug so ähnlich sieht. Sie sind immer voll dabei, die Atmosphäre bei den Rennen ist großartig. Das erlebt man sonst selten.“

…seinen DTM-Titel 2012:

„Nachdem ich den Titel zweimal knapp verpasst hatte, war es ein unglaublicher Triumph für mich, als ich den Fahrertitel 2012 gewann. Für einen Fahrer ist es das oberste Ziel zu gewinnen. Dafür trainiert man das ganze Jahr über sehr hart und kämpft bis zum Schluss. Natürlich hat mich das unheimlich motiviert, aber es war nicht unbedingt der Titel, der mir klar gemacht hat, dass ich sehr gut bin. Wenn du so oft so nah dran bist, einen wichtigen Titel zu gewinnen, musst du einfach zu den Besten gehören. Deshalb habe ich auch vorher nicht an mir gezweifelt und habe nie den Zwang verspürt, den Titel holen zu müssen, um es allen anderen zu beweisen.

Meine Leistungen waren konstant gut und mir war klar, dass es irgendwann einfach klappen muss. Und so war es dann tatsächlich auch. Mit BMW den Titel zu holen, war letztendlich das Besondere für mich. Es war unsere erste gemeinsame Saison, BMW war gerade erst in die DTM zurückgekehrt und wir hatten große Herausforderungen zu bewältigen. Ein neuer Hersteller, ein neues Team und vor allem ein neues Auto – das war auch eine große Aufgabe für mich persönlich. Es hat mich unheimlich stolz gemacht, dass BMW dieses große Vertrauen in mich gesetzt hat. Wir haben alle hervorragende Arbeit geleistet und obwohl es niemand von uns erwartet hatte, haben wir es geschafft.“

…seinen entscheidenden Sieg 2012:

„Das letzte Saisonrennen 2012 war Emotion pur. Es ging einfach um alles, Gary Paffett und ich lagen so dicht beieinander. Wir wussten, dass wir gewinnen müssen, wenn er auf Rang zwei bleibt. Das war natürlich ein wahnsinniger Druck – nicht nur für mich, sondern für das ganze Team. Wir durften uns keinerlei Fehler erlauben. Und er blieb tatsächlich die ganze Zeit dicht hinter mir. Aber am Ende haben wir die Nerven behalten und konnten jubeln. Das war ein unglaublicher Moment, den ich niemals vergessen werde.“

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Sein Auto.

Es ist eines der auffälligsten Fahrzeuge im Feld: der BMW Bank M4 DTM. Sein mattschwarzes Design macht ihn unverwechselbar. Aufgrund der markanten Farbe haben die Fans das Fahrzeug „Black Beast“ getauft. Mit seinen ca. 480 PS beschleunigt der Rennwagen innerhalb von drei Sekunden von 0 auf 100 km/h.

So lässt er manchen Konkurrenten staunend hinter sich zurück. 2016 starten Bruno und das „Black Beast“ bereits in ihre fünfte gemeinsame Saison. Und auch dieses Mal haben sie ein klar definiertes Ziel vor Augen: zu siegen.

Sein Sound.

» Für mich gehört Musik untrennbar zum Leben. Jeder Sieg fühlt sich mit dem richtigen Lied noch emotionaler an. Nach einer Niederlage baut mich ein cooler Song wieder auf. Musik macht das Leben einfach bunter. «

– Bruno Spengler, 2016